Opel

Anfang Dezember des letzten Jahres kam die traurige Gewissheit. Das Opel-Werk in Bochum wird 2016 Dicht gemacht. Zwar will man im Moment auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und zum Beispiel das Logistik-Zentrum erhalten, trotzdem rechnet die Agentur für Arbeit mit rund 1500 Arbeitslosen. Für diese Region, die eh schon sehr leidet, ist das wieder mal ein Rückschlag.

Doch was sind die Gründe dafür? Ist das nur bei Opel so?

Opel gehört zu der amerikanischen Autogroßmacht General Motors (GM). Chevrolet zählt zum Beispiel ebenfalls dazu. In dieser Zugehörigkeit sehe ich das größte Problem für Opel. Unter GM ist es für Opel sehr schwer, seine Autos außerhalb Europas zu verkaufen, da man andere Ziele hat. GM will den Absatz weltweit für Marken wie den Chevrolet vorantreiben. Da steht Opel nur im Weg und für Chevrolet geht dieses Konzept auf. Die Nachfrage ist steigend. Also ist Opel vom Europäischen Markt abhängig.

Doch warum stagnieren die Verkaufszahlen von Opel auf dem europäischen Markt?

In Einem bin ich mir sicher. An der Qualität liegt es nicht. Ich habe 3 Jahre einen B-Vectra Limited Edition gefahren und konnte mich nicht beschweren. Den neuen Insignia finde ich sehr schön. Nur der Corsa trifft nicht so meinen Geschmack.

Was ist es dann?

Es sind die Auswirkungen der Finanzkrise und die aktuelle europäische Politik. Das unausgorene,  unsoziale, die Situation noch verschlimmerte Spardiktat unserer Kanzlerin für andere Staaten, die durch unser Bankensystem in die Krise geraten sind, führt weiter zu einer niedrigen Binnenwirtschaft. Das merkt man nicht nur in der Autobranche. Selbst Coca Cola hat Umsatzeinbußen in Europa gemacht. Vorteil für viele dieser großen Firmen ist ein weltweiter Absatzmarkt, den Opel nicht hat.

Wie kann Opel da rauskommen?

Opel muss hoffen, dass sich Europa wirtschaftlich erholt. Zwar würde mich das freuen, nur habe ich aufgrund der aktuellen Politik wenig Hoffnung. Ein anderer Weg ist es, Opel von GM zu lösen. Dann wäre der Weg für eine weltweite Expansion frei. Diese Möglichkeit gab es auch. Im Jahr 2009 meldete GM Insolvenz. Der damalige Wirtschaftsminister Guttenberg, wollte schon Dr. schreiben, hatte die Möglichkeit, Opel von GM frei zu kaufen. Dann sollte zum Beispiel die Firma Magma Opel übernehmen.  Egal wie man zu Magma steht, für Opel wäre es die Möglichkeit gewesen, sich von GM zu befreien. Doch Guttenberg lehnte leider ab. Für mich war das ein großer Fehler. Die Geschichte danach ist bekannt. GM wurde durch Obama gerettet und hat nun überhaupt kein Interesse mehr dran, Opel los zu werden. Bochum ist der erste Standort, der geschlossen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die anderen (zum Beispiel: Eisenach) verschwinden.

Für die Arbeiter und deren Familien, Deutschland sowie Europa hoffe ich nur, dass das nicht passiert.

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2 Kommentare zu Opel

  1. Ronny-Rocco Istzing sagt:

    Ganz schön tote Hose hier. Ist der Blog schon am Ende?

    • admin sagt:

      Nee, bin bis Mai zeitlich sehr eingeschränkt. Bitte daher um Verständnis. Werde versuchen, ein Artikel pro Woche zu schreiben.

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