Griechenland – Hilfen

Bald ist es mal wieder soweit. Zwar worden die Verhandlungen über die neue Hilfszahlung unterbrochen, aber jeden dürfte wohl klar, dass bald wieder Milliarden von Steuergeldern das Land in Richtung Griechenland verlassen.

Nun habe ich eigentlich nichts dagegen, wenn wir den Menschen in Griechenland oder auch anderen Ländern helfen. Denn die können am wenigsten für diese Krise. Leider wird ihnen aber ein Sparprogramm nach den anderen auferlegt, damit das Land weitere Hilfen bekommt.

Haben aber die Griechen etwas von diesem Geld? 

Ich sage nein! Die Gelder, die bis jetzt an Griechenland geflossen sind und noch fließen werden, kommen nicht den Griechen zu Gute, sondern den Banken!!!!

Diese ganzen Hilfsprogramme sind nichts anderes als Bankenrettungsprogramme. Selbst als es diesen sog. Schuldenschnitt gab, haben die Banken davon profitiert, in dem man die Kreditlaufzeiten einfach verlängert hat. Somit wurden die Verluste durch diesen Schnitt wieder ausgeglichen. Dirk Müller, ein Börsenspezialist, hatte das bei Anne Will sehr gut erklärt.

Solange diese Hilfsgelder nur in den Rachen der Banken geworfen werden, lehne ich sie ab!!

Wenn man nun das Krisenmanagement von Merkel und damals Steinbrück anschaut, muss man doch feststellen, dass da kein Krisenmanagement vorhanden ist. Die Schulden steigen weiter an, die Wirtschaft erlahmt immer mehr, Steuergelder werden in den Sand gesetzt, mehr und mehr Länder benötigen Hilfe und die Unzufriedenheit in der Bevölkerung steigt. Die, die für diese Krise verantwortlich sind, nämlich die Banken, werden nicht zur Verantwortung gezogen. Es ist einfach nur reiner Wahnsinn!!

Kurz zu Steinbrück und seiner angeblich vorhandenen Wirtschaftskompetenz: Als die Lehmann Bank pleite ging, stellte sich Steinbrück als Finanzminister im Bundestag hin und meinte, was ginge ihm die Pleite einer amerikanischen Bank an. Das ist ein amerikanisches Problem. Was für eine Fehleinschätzung!! Als dann die Krise Europa erreichte, machte Steinbrück den nä. Fehler. Er setzte sich durch, dass sich die Länder selber um Ihre Banken kümmern sollten. Die taten das dann auch. Sie retteten mit Steuergeldern ihre Banken und verschuldeten sich so hoch, dass sie jetzt nacheinander unter dem Rettungsschirm fallen. Für mich ist Steinbrück einfach nur ein Großmaul mit 0 Kompetenz und 0 sympathischer Ausstrahlung. Auf seine Nebeneinkünfte will ich da gar nicht erst eingehen. Es ist schade, dass dies der Kanzlerkandidat der SPD ist!

Was muss man in Europa jetzt tun?

  • Beendigung der Sparprogramme
  • Regulierung der Banken
  • Verbot des Spekulationssystems (Hedgefonds)
  • Schuldenschnitt für alle europäischen Staaten
  • Einführung eines einheitlichen europäischen Wirtschafts- und Finanzsystems nach dem Prinzip der sozialen Marktwirtschaft
  • Einführung einer europaweiten Vermögenssteuer, die an der Staatsbürgerschaft gebunden ist
  • Erstärken einer europaweiten Binnenwirtschaft durch Einsetzen eines Marshall-Planes.
  • Schluss mit Lohndumping durch Einführung eines europaweiten Mindestlohns
  • Einsparungen von Militärausgaben und Verwaltungsausgaben
  • Gründung einer europäischen Rating-Agentur
  • Einführung einer Finanztransaktionssteuer

Eines ist für mich klar. Mit dem aktuellen Kurs der Regierung Merkel wird die Krise nur noch schlimmer werden!

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9 Kommentare zu Griechenland – Hilfen

  1. Bienchen sagt:

    Fundiert, ohne Frage! Die Argumentation kann ich nachvollziehen, deinen Punkteplan sollte man auf jeden Fall mal publik machen, vielleicht als Online-Petition?

    • admin sagt:

      Gute Idee! Man müsste aber die Punkte noch genauer erläutern. Ich denke aber, dass sich der Aufwand bei dieser Regierung leider nicht lohnt.

  2. Bernd Afterwil sagt:

    Ey Alter, der Blog is ja an sich nich übel, coole Themen und Thesen und so, aber die Rechtschreibung, Alter, da musste echt mal was tun, das geht gar nich!

    • admin sagt:

      OK, danke für deinen Kommentar. Sollten mir öfters die gleichen Rechtschreibefehler passieren, bitte ich um Info. Ich lerne gerne noch etwas dazu.

  3. John Seaster sagt:

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  4. Mandy i. sagt:

    So sehr ich deinen Blog mag, so sehr bin ich von diesem Artikel enttäuscht. Vieles bleibt für mich unklar. Wie hoch soll denn ein europäischer Mindestlohn sein? In manchen Ländern kam doch kaum mehr als 3 Euro gezahlt werden (Estland). Ein Scherenschnitt zum jetzigen Zeitpunkt würde doch nur zu Lasten der Steuerzahler gehen. Das macht doch alles keinen Sinn. Meine Vorschläge:
    Griechenland raus aus dem Euro.
    Umbau der Banken, sodass keine mehr system relevant ist.
    Verbot von Wucherzinsen für Staatsanleihen, dafür Garantie, schulden bezahlt werden (zur Not bin anderen Ländern)…
    Was sagst du?

    • admin sagt:

      Du brauchst nicht enttäuscht zu sein. Ich habe erst einmal bewusst auf nähere Erläuterungen verzichtet. Ich wollte erstmal die Reaktionen abwarten.

      Ich bin der Meinung, dass Europa nur funktionieren kann, wenn man ein einheitliches und europäisches Wirtschafts- und Finanzsystem nach dem Prinzip der sozialen Marktwirtschaft einführt. Dies bedeutet natürlich auch, dass Arbeit in der ganzen EURO-Zone den gleichen Wert hat. Ziel sollte es sein, dass man egal, ob man jetzt in Portugal, Deutschland oder Estland arbeitet, mindestens 9 € die Stunde verdient.

      Natürlich ist das jetzt noch reine Utopie. Aber Europa sollte sich langsam auf den Weg dahin machen. Allerdings mache ich mir bei der aktuellen Situation keine große Hoffnungen. Normalerweise ist die oben genannte Vereinheitlichung eine Hausaufgabe, bevor man eine einheitliche Währung einführt. Leider ist dies nicht geschehen.

      Deinen Vorschlag, Griechenland aus dem EURO zu werfen, macht nur Sinn, wenn es das einzige Land mit Problemem wäre. Das ist aber nicht der Fall. Mittlerweile hängen viele Länder am Tropf. Wenn dann noch im kommenden Jahr die Wirtschaft in Deutschland einbricht, sieht es bei uns auch nicht mehr so gut aus. Wir haben mit rund 2 Billionen € einen der höchsten Schuldenstände in der EU.

      Ich bin dafür, in der ganzen €-Zone einen Schuldenschnitt durchzuführen und einen Neuanfang zu wagen. Wenn man jetzt allein den Haushalt für das Jahr 2013 in Deutschland betrachtet, geben wir 33 Milliarden für Schuldzinsen aus. Es gibt eine Neuaufnahme von Schulden in Höhe von 17 Milliarden. Bei einem Schuldenschnitt würden wir 16 Milliarden Gewinn machen. Man stelle sich vor, was man mit dem Geld alles in der EU und ín Deutschland machen könnte.

      Verlierer wären die Banken. Aber damit kann ich leben. Ich befürworte da das Verursacherprinzip. Denn die Banken und ihr liberalisiertes Finanzsystem sind für mich für einen Großteil der Krise verantwortlich. Denn gleichzeitig könnte man mit dem Schuldenschnitt das Bankensystem und völlig ausufernde Zinssystem, wie du das vorschlägst, reformieren bzw. regulieren.

  5. Mandy i. sagt:

    Die meisten könnten damit leben, wenn die Banken die Verlierer wären, ist doch klar.sehe ich auch so. Genau das ist aber die frage. Zur zeit werden doch viele von der EZB gehalten. Die gehört den Staaten.damit wären wieder die Bürger die Verlierer. Aber egal. Würde mich freuen, wenn du nochmal ausführlicher über die Banken schreibst. Mich würde auch interessieren, warum du von einer Krise in Deutschland ausgehst. Uns geht es doch gut. LG Mandy

    • admin sagt:

      Über die Banken werde ich bestimmt noch öfters schreiben. Über welche Vorgänge bzw. Strukturen im Bezug auf Banken wünscht du Dir ausführliche Äußerungen von mir?

      Wie ich schon geschrieben habe, hat Deutschland mit rund 2 Billionen Schulden (steigen stets weiter an) einer der höchsten Schuldenstände in der EU. Trotz guter Wirtschaftszahlen werden 17 Milliarden € neue Schulden aufgenommen. Da stimmt doch was nicht.

      Dieser Schuldenberg wird Deutschland zum Verhängnis werden, wenn die Exportwirtschaft zusammenbricht. Rating-Agenturen haben darauf schon hingewiesen. Die Frage ist nun, ob und wenn ja, wann bricht die Exportwirtschaft zusammen? Für die ganze EU wünschte ich mir, dass dies nicht passiert. Nun ist Deutschland eine Exportnation und somit ist D leider abhängig von der Weltwirtschaft. Nicht nur, dass man damit die anderen Länder in der EU schwächt, man nötigt diese dazu, ebenfalls eine Exportnation zu werden. Dies passiert leider nur auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung.

      Wenn nun aber viele Länder versuchen, mehr zu exportieren als zu importieren, kann das nicht funktionieren und die Weltwirtschaft bricht zusammen. Außerdem wird es für D sehr schwer sein, gegen Länder wie China oder Indien zu bestehen. Ich kann nicht sagen, wann der große Crash kommt. Aber bis jetzt sehe ich keine Faktoren, dass Deutschland davon kommt.

      Was müsste man tun?

      Ich bin dafür, dass man von dem Neo-Liberalen Gedanken, mehr zu exportieren als zu importieren, wegkommt. Ziel der EU und deren Länder sollte es sein, die Binnenwirtschaft zu stärken. In der EU ist genug Geld vorhanden und es leben genug Menschen darin. Durch eine gerechte Steuer- und Finanzpolitik konnte sich die EU von selber finanzieren. Doch das macht man leider nicht. Viele Menschen werden in den anderen EU-Ländern durch völlig falsche Sparprogramme ausgebeutet. In Deutschland erwirtschaften zum Beispiel Niedriglöhner der Reichtum der Reichen, die dann noch durch unsere Marionettenregierungen geschont werden.

      Ich kann nur hoffen, dass bei unseren sogenannten Volksvertretern bald ein Umdenken einsetzt, sonst Mandy, wird es uns wohl bald nicht mehr so gut gehen.

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