Rückschlag für Arbeitnehmer

Nachdem die Arbeiter in diesem Jahr auch positive Gerichtsentscheidungen, z. B. Urlaubstage im Verhältnis zum Alter, gegeben hat, gab es heute einen Rückschlag. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschied. dass Arbeitgeber schon am ersten Tag ein Attest vom kranken Arbeitnehmer fordern dürfen.

Vor allem die Formulierung „dürfen“ bzw. „darf“ stößt bei mir ganz schön auf. Dazu kommt noch die Tatsache, dass das Gericht keine Grenzen bzw. Voraussetzungen festgelegt hat. Anstatt ein Urteil zu fällen, in dem ganz klar definiert wird, was man ab wann erlaubt wird, kommt eine schwammige Formulierung „darf“ dazu. Diese Entscheidung finde ich sehr dehnbar und unrealistisch.

Es ist manchmal nicht möglich, ein Attest noch am selben Tag zu bekommen. Zudem befürchte ich, dass Arbeitgeber dieses Urteil als Vorwand nehmen bzw. missbrauchen, schneller Arbeitnehmer zu entlassen bzw. zu benachteiligen.

Wenn man nämlich dieser Forderung nicht nachkommt, drohen dem Arbeitnehmer arbeitsrechtliche Konsequenzen. Nun wird uns erzählt, dass die meisten Unternehmensführungen es bei der 3-Tage-Regelung belassen. Ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Ein eindeutiges Bekenntnis vom Gericht so dieser Regelung hätte mir besser gefallen. Aber es gibt Branchen, die ich aus eigener Erfahrung kenne, wo dieses Urteil in Zukunft mehr angewendet wird. Zum Beispiel bei der Zeitarbeit.

Ich appelliere daher an die Arbeitgeber, dieses Urteil zu ignorieren!

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